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Frankfurt-Marathon
am 28.10.2007

als Pumuckl barfuß

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Mein Bericht:  

Frankfurt-Marathon – bei Kilometer 32 kommt der Hammer!

Einmal mehr ein großartiges Fest, das ich hier erleben durfte. Okay, es ist sowieso schwierig, mir über eine Laufveranstaltung etwas Negatives zu entlocken. Sollte es wirklich mal was geben, dann besinne ich mich auf andere, meist wichtigere Dinge. Da es mir bei diesen Läufen neben dem eigenen Spaß in erster Linie um die Menschen an und auf der Laufstrecke geht, kann ich eh nie jammern. Jedem meiner Kollegen und Kolleginnen von der laufenden Zunft kann ich nur wünschen, bei einer solchen Veranstaltung zumindest einmal das zu erleben, was mir stets zuteil wird. Diese positive Energie strömt mir nicht selten tausendfach entgegen und ich sauge sie wie ein Schwamm auf. Das macht es mir wohl erst möglich, barfuß so lange durchzuhalten. Schmerzende Fußsohlen erscheinen mir in diesen Momenten eher lächerlich, ein Tritt auf einen spitzen Stein wie ein Wimpernschlag in der Unendlichkeit. Der Mensch ist ein geistiges Wesen. Der Kopf entscheidet darüber, was akzeptabel ist und was nicht. Er (der Kopf) ist es auch, der uns Grenzen setzt, und das meist bevor wir etwas zum ersten Mal gemacht haben. Deshalb probieren wir (leider) vieles erst gar nicht aus.

Aber warum schreibe ich das eigentlich? Es sollten doch nur ein paar Zeilen über den letzten Ausflug vom barfuß laufenden Kobold in diesem Jahr werden. Vor allem sollte es auch ein ganz besonderer Dank an ein paar Leute werden, die diese 42 Kilometer durch die Mainmetropole zu dem machten, was Marathon für mich ist: ein riesiges Fest!

Im Startbereich begann mein Tag wie immer, wenn ich weiß, dass er dabei ist, nämlich mit der Suche nach dem Spaßpräsidenten, meinem lieben Freund Michel. Würde es ihn nicht geben, ich wäre bestimmt nie in Verkleidung gelaufen. Merci Michel! Vor dem Start hielt ich mich mit ihm dann beinahe schon obligatorisch dort auf, wo eigentlich nur die Besten sowie Offizielle, Fotografen, Journalisten und Reporter was zu suchen haben. Na ja, das ist eben die Freiheit der Narren.

So startete ich dann auch unmittelbar hinter den Schnellsten. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich mittreiben zu lassen. Anfangs hatte ich kaum Puste, mich durch Winken und Klatschen für den Applaus vom Streckenrand zu revanchieren. Ich war dankbar für jeden Läufer, der mich ansprach und damit vielleicht etwas bremste. Sehr, sehr froh war ich um eine Dame (siehe Foto Start-Nr. F2424) , die mich nach dem Ansprechen nicht mehr verließ. (Passiert mir nämlich nicht wirklich oft. Okay, eine wartete derweil zuhause auf mich.   ) Wir unterhielten uns ausgezeichnet und ich hatte das Gefühl, als würden die Kilometerschilder nur so an uns vorbei huschen. Und das war tatsächlich so. Diese Frau rannte ein für mich und meine nackten Füße überaus flottes Tempo. Drei Stunden 20 Minuten hatte sie im Visier; zusammen mit Pumuckl war sie allerdings auf eine Endzeit um die 3:10 bis 3:15 unterwegs. Das hätte klare Bestzeit für beide bedeutet! Wie gerne wäre ich mit ihr in die Festhalle gelaufen, doch ich hatte tags zuvor ein Date kurz vor Kilometer 28 vereinbart. Schweren Herzens verabschiedete ich mich also nach zwei Stunden und acht Minuten (Ich hab echt mal auf die Uhr geschaut?!) von meiner flotten Schrittmacherin. „Danke Dir, liebe Hilde Wieland! Es war mir Vergnügen und Ehre zugleich, Deine Bekanntschaft gemacht zu haben. Ich bin nie zuvor in diesem Tempo so weit mit einer Frau gelaufen. Mit großer Freude las ich, dass Du die 3:15 geschafft hast. (Habe ich auch nicht anders von Dir erwartet.   ) Herzlichen Glückwunsch!“

In Hildes Begleitung fiel es mir wider Erwarten leicht, zwei Drittel der Distanz zu laufen, ohne zwischendurch zumindest einmal bei den am Streckenrand Feiernden angehalten zu haben. Hier bei Hubert, der kurz vor einer Unterführung gekonnt moderierte und die Leute mit Musik unterhielt, war dies allerdings etwas anderes. Seine Einladung auf ein Köstritzer konnte ich, wie bereits 2006, nicht ausschlagen. Bei ihm stimmte ich mich klatschend eine halbe Stunde lang auf das ein, was mich vier Kilometer weiter erwarten sollte.

Ein Jahr hatte ich mich nun auf den Frankfurt-Marathon gefreut, ganz speziell jedoch auf die Mainzer Landstraße 430. Von weitem hört man hier schon die Oldies, die aus den Lautsprechern dröhnen. Das ist ohne Frage der Rhythmus, bei dem Pumuckl mit muss. Die Leute, die auf der Terrasse der Gaststätte Salvator vom ersten bis zum letzten Läufer für Stimmung sorgen, sind der absolute Wahnsinn. In meinen Augen (und Ohren) wird Marathon hier wahrhaft zelebriert. Schmerzen dem Laufteilnehmer im Ziel Füße und Beine, so tun diesen ausgelassenen Zeitgenossen am Ende sicher die Hände vom Klatschen und die Stimmbänder vom Singen und Anfeuern weh. (Obwohl zwischendurch ausgiebig geschmiert wird.  ) Gerade auf diesem Streckenabschnitt, auf dem es eher etwas ruhiger zugeht, fällt dieses kleine Völkchen unweigerlich auf. Mit ihrer anerkennenden Begeisterung geben sie jedem Vorbeikommenden das Gefühl, ein Held zu sein. Selbst Radfahrer werden bejubelt.   Läufer, die hier nicht wenigstens einen kurzen Blick nach links oben „verschwenden“, dürften entweder um den Sieg rennen, oder sich durch einen Tunnel quälen und bis hierher bereits Bekanntschaft mit dem Mann mit dem Hammer gemacht haben.

Ich nutzte die Einkehr – von Rast konnte keine Rede sein – um nach Bekannten Ausschau zu halten, die im Feld hinter mir lagen. So kam beispielsweise auch heuer wieder marathon4you-Mann Klaus Duwe mit seiner Kamera vorbei. Klaus, wie ich ein wahrer Genussläufer, hält Eindrücke und Erlebnisse stets für die Nachwelt fest. („Respekt! Wie man nur jedes Mal so viel schreiben kann wie Du, mein lieber Klaus?!“) Mit Lars Frankfurter aus Mainz – der Name verpflichtet natürlich – lief ich tags zuvor den Brezellauf. Mit ihm stand ich seit langem in E-Mail-Kontakt, bevor ich ihm und seiner liebenswerten Freundin hier nun das erste Mal begegnete. Auch er kam auf einen Sprung hoch auf die Terrasse, musste aber gleich wieder weiter. Er hatte seiner Kathrin versprochen, nach vier Stunden und elf Minuten (Der 4.11., ein besonderes Datum für die beiden.) in der Festhalle zu sein und sie nicht warten zu lassen. Das wollte er einhalten. Verständlich!

Über fünf Stunden nach dem Start – der Besenwagen war schon ´ne Weile durch – hieß es dann auch für mich, das letzte Bierchen auszutrinken und sich wieder auf die Socken zu machen. Schließlich lagen noch zehn Kilometer vor mir und ich wollte die Festhalle gerne durch das große Tor und nicht durch irgendeinen Seiteneingang betreten. "Euch, meinen lieben Freunden vom Salvator, kann ich nur immer wieder bestätigen: Dieser Kilometer 32 ist unschlagbar; der absolute Hammer! Könnte ich nicht selbst mitlaufen, würde ich den Marathon hier bei Euch feiern – und es fiele mir nicht mal schwer. Nächstes Jahr komme ich wieder. Großes Klabauterehrenwort!“

Die nächsten drei oder vier Kilometer sputete ich auf Bürgersteigen, bis ich Besenwagen und Räumkommando hinter mir hatte. Nun war an der Strecke zwar nicht mehr viel los, der Applaus der Wenigen war mir jedoch sicher. Trotz der fortgeschrittenen Zeit ließ ich mir dann auch ein letztes längeres Tänzchen zu den Klängen einer gewaltigen Sambagruppe vor der Alten Oper nicht mehr nehmen. (Die standen offensichtlich bis zum bittersüßen Ende dort.)

Einen Kilometer vor dem Ziel durfte ich bereits zwei, drei Gänge zurück schalten und eine Läuferin bei ihrem ersten Marathon in die Festhalle begleiten. Am Halleneingang trafen wir auf Michel, der bei jeder Veranstaltung bis zum Schlussläufer wartet und für Stimmung sorgt. Unmittelbar vor der Ziellinie wurde ich noch um ein Interview gebeten. Dies hinderte mich daran, meiner Begleiterin zu ihrer erfolgreichen Marathon-Premiere zu gratulieren. „Ich tue es hiermit, liebe Britta Roden. Im Verpflegungsbereich habe ich Dich anschließend leider nicht mehr gesehen.“

Ein letzter Dank gilt Jo Schindler, dem Marathon-Chef, und seinem Team. „Ihr habt wieder mal eine klasse Veranstaltung auf die Beine gestellt. Ein wirklich würdiger Saisonausklang für den barfuß laufenden Rotschopf. Einen kleinen Verbessungsvorschlag hätte ich aber noch für Euch: Vielleicht könntet Ihr im nächsten Jahr eine Handcreme in meinen Starterbeutel packen. Vom vielen Klatschen hatten meine Hände auf den 42 Kilometern nämlich mehr gelitten als meine Füße.“  

   
   
Bilder:
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.)
   
Weitere Links:  
      Fotos  Jede Menge Bilder von Holger Knecht. anzeigen
      Laufbericht  Emotionen von Freund Lars Frankfurter aus Mainz anzeigen
      Laufbericht  from the one and only Klaus Duwe von marathon4you anzeigen

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