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barfuß laufen

Hier versuche ich Antwort auf all die Fragen zu geben, die mir seit Jahren zum Thema „barfuß laufen“ gestellt werden. Wem das Wissenschaftliche in meinen Antworten fehlt, der kann sich ja  den Zeitungsartikel "Freiheit für die Füße" aus dem Rheinischen Merkur vom August 2009 und das "Plädoyer fürs Barfußlaufen" in der Zeitschrift RUNNING, Ausgabe 11-12/2009, durchlesen. Und auch hier und hier finden sich interessante Erkenntnisse.

Nun jedoch zu den Fragen:

Wie lange läufst Du schon barfuß?

Warum läufst Du barfuß?

Läufst Du immer barfuß?

Wie trainierst Du das Barfußlaufen?

Bist Du auch im Winter barfuß unterwegs?

Hast Du keine Angst in Glasscherben oder andere unangenehme Dinge zu treten?

Tut das nicht weh? Aber Du spürst bestimmt eh nichts mehr, oder?

Du hast wahrscheinlich eine besonders dicke Hornhaut?

Hast Du keine Probleme mit Deinen Füßen, schließlich fehlt Dir die Dämpfung?

Hast Du Dich beim Barfußlaufen denn noch nie verletzt?

Wo hast Du bei Wettkämpfen Deinen Chip für die Zeitnahme, oder läufst Du ohne?

Wie kriegst Du die (Füße) nach einem mehrstündigen Lauf eigentlich wieder richtig sauber?

Wie lange willst Du denn eigentlich noch barfuß als Pumuckl laufen?

         
   

Wie lange läufst Du schon barfuß?
Die ersten Versuche waren wohl im Sommer 1999. Ich probierte es nur rund um meinen Wohnort aus. Anfangs lief ich mit Schuhen los, um diese dann auf dem Heimweg auszuziehen. Neben der Straße lief ich bevorzugt auf der Wiese. Es war von Beginn an ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Ohne Schuhe nahm ich auch an kürzeren Laufveranstaltungen bis zum Köln-Marathon am 3. Oktober 1999 nie teil. Dies war gleichzeitig die Geburtsstunden des barfuß laufenden Pumuckl`s. Außerdem war es der erste Marathon meiner Evi. Ein unvergesslicher Tag mit diesem ersten großen gemeinsamen Lauferlebnis.

Warum läufst Du barfuß?

„Weil ich` s halt kann!“, sollte ich laut Empfehlung eines Freundes darauf antworten. Wäre bestimmt nicht unwahr, aber auch nicht der wirkliche Grund. Das Folgende stimmt da doch eher:
Ich sah meine Kinder, damals acht und vier Jahre alt, wie sie barfuß von der Wiese auf einen Schotterweg rannten und vor „Schmerz“ schrien. Ob es den beiden nun weh tat oder nicht, sie rannten weiter und hatten sichtlich ihren Spaß daran. Plötzlich erinnerte ich mich an meine Kindheit. Auch ich war viel ohne Schuhe unterwegs. Damals war's halt so üblich. Irgendwie kam ich dann jedoch davon ab, warum auch immer. Inzwischen war ich nun seit über acht Jahren Läufer. Ich wusste, dass ich es mit Schuhen konnte. Warum sollte es barfuß nicht gehen? Und es ging auf Anhieb. So holte ich mir also ein Stück Kindheit und ein großes Stück Freiheit zurück.

Läufst Du immer barfuß?
Nein! Ich gehe, so oft es mir möglich und für mich okay ist, barfuß. Gelaufen wird nach wie vor überwiegend besohlt. Das Barfußlaufen ist bei mir beinahe seit Anfang an (1999) an den rothaariger Kobold gekoppelt. Wenn ich in diesem Outfit unterwegs bin, trage ich definitiv nichts an den Füßen. Bei Läufen in "normalen" Laufklamotten habe ich seit dem Frühjahr 2011 meist NakedShoes an, dies jedoch nur, wenn es nicht zu eisig kalt ist. Diese "Laufsohlen" kommen aufgrund ihres geringen Gewichts dem Gefühl des Barfußlaufens sehr nahe. Gerade bei Langstreckenläufen, speziell auf recht rauen Böden, ziehe ich diese Variante allen anderen vor. Mit den "Nakes" trägt man sozusagen den Untergrund immer an den Füßen. Das empfinde ich oft um ein Vielfaches angenehmer, als ständig auf blanken Sohlen über Schotter oder brüchigen Asphalt zu rennen.

Wie trainierst Du das Barfußlaufen?

Überhaupt nicht! Zum einen ist es etwas ganz Natürliches, das man macht oder eben nicht, und ich mach` s halt, wann immer ich will. Zum anderen existiert in meinem Sprachgebrauch, wenn es auf mich angewandt wird, das Wort „Training“ nicht. Trainieren hat was von Zwang, sich einem Trainingsplan unterwerfen. Ich versuche seit Jahren, mein Leben möglichst frei von Zwängen zu halten, vor allem, wenn ich es mir, wie beim Laufen, aussuchen kann. Zudem bin ich eh Genussläufer und kann meist nicht genug davon bekommen. Also: "Ich trainiere nicht mehr, ich laufe nur noch. Das ist der feine Unterschied."

   

Bist Du auch im Winter barfuß unterwegs?
Eigentlich nicht. Durch Schnee geht` s höchstens mal auf Kurzstrecken unbeschuht über den Hof in die Garage oder in den Schuppen zum Holz holen. Ich bin aber auch schon im Winter als Pumuckl unterwegs gewesen, also barfuß. Ich mach's einfach so, wie's mir beliebt.

Hast Du keine Angst in Glasscherben oder andere unangenehme Dinge zu treten?

Nein, absolut nicht! Ich könnte dies sonst auch nicht machen. Angst ist für so viele Dinge in unserem Leben ein Hemmnis. Barfuß laufen ist für mich etwas sehr Natürliches, etwas, das zum Leben gehört. Ich habe keine Angst vorm Leben!
„Im Leben streben die Menschen mehr danach Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen.“ (Sigmund Freud)

Tut das nicht weh? Aber Du spürst bestimmt eh nichts mehr, oder?
Und ob ich was spüre! (Tun die Füße denn nicht häufig auch in Schuhen weh?) Ich glaube, an Schmerzen kann man sich nicht wirklich gewöhnen. Man kann sie akzeptieren. Bei Barfußläufen auf sehr rauem oder gar steinigem Untergrund wird es mit zunehmender Zeit wahrlich ziemlich unangenehm. Doch wir Menschen sind geistige Wesen. Wir halten mehr aus, als wir glauben. Meist eben eine Kopfsache. Wie an anderer Stelle bereits beschrieben, laufe ich ja meist nur im Pumuckl-Kostüm barfuß. Bei diesen Läufen sind oft tausende Menschen auf und noch mehr an der Strecke. Was mir da an positiver Energie anhand von guter Stimmung und gut gemeinter Worte zuteil wird, macht meinen Barfußlauf wohl erst möglich. Pumuckl möchte den Leuten ein wenig Freude machen. Die Energie, die er in die Sache investiert, kommt x-fach auf ihn zurück. Nur so kann er das von vielen als unmöglich erachtete möglich machen. Einfach, gell!? O-Ton Pumuckl: „Der Schmerz wandert von den Füßen Richtung Kopf. Spätestens in Bauchhöhe verwandelt er sich in Euphorie.“ So kann es schon mal vorkommen, dass ich unmittelbar nach Ende eines besonders „euphorischen“ Laufs, doch nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit, kaum noch auftreten kann, obwohl ich gerade zuvor noch gerannt und gesprungen bin.

   

Du hast wahrscheinlich eine besonders dicke Hornhaut?
Wohl kaum dicker als die meiner allzeit beschuhten Mitmenschen. Ab und zu setzte ich die Hornhautraspel an, damit die Haut nicht zu dick wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hornhaut beim langen Lauf in Schuhen leichter Blasen verursacht. Ganz nebenbei: Meine Füße scheuen keinen Vergleich. Ich behaupte sogar, meine Füße können sich sehen lassen (wenn sie nicht gerade 24 Stunden barfuß auf den Sohlen haben).

Hast Du keine Probleme mit Deinen Füßen, schließlich fehlt Dir häufig die Dämpfung?
Nein, no problems! Mein Fahrgestell fühlt sich ganz okay an und auch an den Füßen merke ich keinen Verschleiß. Ich bin überzeugt, dass wenn wir dieses Leben nur mit Schuhen bewältigen könnten, wir diese gleich bei der Geburt mitbekommen würden. Da dies aber nicht so ist, muss es ja zwangsläufig gehen und darf uns nicht schaden. Aus meiner Erfahrung ist das Gegenteil der Fall. Ohne Schuhe läuft man viel „schöner“, natürlicher eben. Man setzt die Schritte bewusster. Dies führt meines Erachtens dazu, dass man sich so manche Probleme erspart, die aufgrund „unsauberer Gangart“ auftreten können. Wochenlange Achillessehnenprobleme – in dieser Zeit bin ich ausschließlich in Schuhen gelaufen – habe ich beispielsweise mit nur einer dreiviertel Stunde Barfußlauf komplett weg bekommen. Und noch ein Tipp: Worauf ich seit langem tausendmal mehr Wert lege als auf einen gut gedämpften Schuh ist ein ausgezeichneter Physiotherapeut. Zu dem gehe ich in regelmäßigen Abständen und etwas öfter noch unmittelbar vor größeren Vorhaben. Dabei ganz wichtig: Ich gehe dort – im Gegensatz zu früher – vorbeugend hin und nicht erst, wenn mir was weh tut.

Hast Du Dich beim Barfußlaufen denn noch nie verletzt?

Nein, von Verletzungen kann man bei gelegentlichen Blasen kaum sprechen. In Wörschach z. B. hat mich vor Jahren ein besonders spitzer Stein, auf den ich mit voller Wucht gestiegen bin, für eine Stunde außer Gefecht gesetzt. In dem Moment, in dem der Kopf sich über diesen Schmerz hinweg setzte, ging es auch schon wieder weiter. Als Andenken blieb mir damals wochenlang eine schöne fette Blutblase am Fußballen. Außerdem kommt es schon mal vor, dass ich von einem Barfußlauf ein kleines "Souvenir" mit nach Hause bringe. Ich muss dann schon mal zur Nadel oder Pinzette greifen und mir ein winziges Steinchen oder einen ganz kleinen Glassplitter aus der Fußsohle holen. Was nicht ohne ist sind Blutblasen, die regelmäßig und dann verstärkt beim ersten Barfußlauf der Saison auftreten. Da ich ja im Winter kaum barfuß unterwegs bin, müssen sich die Füße nach den vielen kalten Monaten im Frühjahr stets aufs Neue an das schuhlose Laufen gewöhnen. Aber grundsätzlich ist man in Schuhen bestimmt eher von Blasen geplagt als ohne.

   

Wo hast Du bei Wettkämpfen Deinen Chip für die Zeitnahme, oder läufst Du ohne?
(Eigene Anmerkung: Normalerweise wird das kleine Plastikteil am Schuh befestigt.)
Der Chip steckte früher in einer Schlüssel- bzw. Kleingeldtasche und war mit Klett an meinem Unterschenkel in Knöchelhöhe befestigt. Da ich dann häufig meinen Autoschlüssel ebenfalls im selben Täschchen hatte, kam es manchmal zu Problemen bei der Erfassung. Manche Zeitnahmematten registrierten mich beziehungsweise den Impuls meines Chips dann einfach nicht. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich darauf hingewiesen wurde, dass sich der Chip bei Mattenüberquerung nicht in unmittelbarer Nähe von Metall befinden darf. Heute trage ich den Chip separat an einem Klettband am Unterschenkel. Der Autoschlüssel befindet sich dann nach wie vor in der Schlüsseltasche, aber am anderen Bein.

Wie kriegst Du die (Füße) nach einem mehrstündigen Lauf eigentlich wieder richtig sauber?
Ich wasche meine Füße stets mit einem Bimsstein (sogar, wenn ich nicht barfuß unterwegs war). Damit, und mit einer Handbürste, geht der gröbste Dreck erstmal ab. Bei mehrmaliger Anwendung in den Tagen nach einem Barfußlauf verschwindet der Schmutz dann ganz. Auch die Hornhaut hält sich durchs Abschleifen mit dem Stein in Grenzen. Seife hätte bei so richtig dreckigen Füßen nur äußerst wenig Chancen.

Wie lange willst Du denn eigentlich noch barfuß als Pumuckl laufen?

Als ich dies erstmals – damals beim 24-Stunden-Benefizlauf in Wörschach (Steiermark), an dem ich seit 2000 jedes Jahr als barfuß laufender Kobold teilnehme – gefragt wurde, antwortete ich: „Solange, bis alle Teilnehmer als Pumuckl laufen; barfuß muss ja nicht mal sein. Dann werde ich mich in einen Liegestuhl an die Strecke legen, die Leute begeistert anfeuern und glücklich über das sein, was ich erreicht habe.“ Diese Antwort gilt bis heute.


So, noch was offen? Frag` mich einfach!
 

Wer mehr über das Thema "Freiheit für die Füße" erfahren möchte, den verweise ich hiermit auf die Seiten meines lieben Freundes Lorenz Kerscher. Einfach hier klicken!

 

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